Pinterest für Unternehmen
In den vergangenen Woche ist wohl kaum ein Soziales Netzwerk öfter in den Medien als das Anfang 2010 gegründete Start-Up Pinterest aus Kalifornien.
Pinterest ist eine virtuelle Pinnwand, auf der Nutzer eigene Bilder, aber auch Fotos und Videos aus dem Web ablegen ("pinnen") und in so genannten Boards sortieren können. Das funktioniert entweder über die Funktion "Add+" oder ein eigenes Browser-Widget. Für den Google Browser Chrome gibt es sogar eine Erweitertung, mit der man nicht nur einzelne Bilder pinnen, sondern ganze Webseiten als Screenshots sichern kann.
Noch befindet sich Pinterst in der Beta-Phase und rein darf nur, wer eine Einladung von einem anderen Nutzer oder von den Plattformbetreibern selbst erhält. Trotzdem kommen täglich immer mehr Privatnutzer, aber auch Unternehmen auf den Geschmack. ComScore bezeichnet Pinterest hinsichtlich der Besucherzahlen sogar als die am schnellsten wachsende Webseite der Welt.
Die Frage, die sich für Unternehmen nun stellt: Wie kann ich dieses "interest-based social network" für meine Zwecke nutzen? Denn "Während Facebook sich auf die Beziehungen seiner User konzentriert, fokussiert sich Pinterest primär auf die verschiedenen Interessen dieser.", meint Marketing-Expertin Nina Mohimi dazu im Werbeplanung.at-Blog. Insofern sollte auch hier die Frage nach den Zielen im Vordergrund stehen und jedes Unternehmen sich überlegen, wie sich das Netzwerk optimal in die Kommunikations- und Marketingstrategie integrieren lässt.
Mohimi nennt 3 Gründe, die eindeutig für eine Pinterest-Nutzung sprechen:
- Traffic auf die eigene Website durch Links von den Images zur Ursprungsseite
- Interaktion und Teilfunktionen
- Pinterest wird sehr häufig zur Inspiration für online Einkäufe besucht
Ein paar Beispiele erwähnt Mohimi ebenfalls, etwa die Pinnwand der Webagentur ambuzzador oder jene von Whole Foods Market. Weitere Beispiele finden sich in Blog-Beitrag "Deutsche Unternehmen auf Pinterest: 20 Beispiele" der Webathleten.
Bei der Planung von Pinterest-Aktivitäten sollte man allerdings eines bedenken: das pinnen von Bildern ist nicht immer erlaubt, denn oft verletzt man dadurch das Urheberrecht der Webseiten-Betreiber. Pinterest selbst nimmt dazu in einem eigenen Bereich auf der Webseite Stellung:
Pinterest ("Pinterest") respects the intellectual property rights of others and expects its users to do the same. It is Pinterest’s policy, in appropriate circumstances and at its discretion, to disable and/or terminate the accounts of users who repeatedly infringe or are repeatedly charged with infringing the copyrights or other intellectual property rights of others.
So einfach ist also leider nicht, aber mit ein bisschen Vorsicht und Kreativität lässt sich die Plattform auch ohne Urheberrechtsverletzungen gut nutzen. So können Firmen beispielsweise ihre Kunden dazu aufrufen, gemeinsam Boards zu erstellen oder eigene Produktfotos präsentieren, die dann direkt in den Online-Shop linken. Mehr Ideen und Tipps dazu findet man in diversen Blogs, etwa bei Social Media Examiner oder Lockergnome.
Wer jetzt Lust bekommen hat, Pinterest auszuprobieren, dem schicken wir gerne eine Einladung. Ihr findet unsere Boards hier: SeryCC on Pinterest
Für Einsteiger lohnt sich auch die Lektüre des Artikels "Zur Zeit in aller Munde: Pinterest im Tutorial" von Matias Roskos sowie die Blogparade "Wie nutzt ihr PINTEREST" von Wolfgang Gumpelmaier.
Happy pinning!







